Think & Dance – Ergebnisse

P1000491Klein

Lange haben wir Euch auf die Folter gespannt… Aber hier kommen sie nun endlich – die Ergebnisse unseres Workshops im Privatclub, Kreuzberg.

Eins ist klar: Die Berliner Clubs sind ein wichtiger Wirtschaftszweig. Rund 220.000 Menschen besuchen jährlich mehr als 300 Veranstaltungsorte. Schön wäre es natürlich, wenn die Energiebilanz der Clubs auch so positiv ausfallen würde. Doch momentan beträgt der CO2-Ausstoß 30 Tonnen jährlich! Das ist so viel wie 4.300 Single-Haushalte und damit eindeutig zu viel.

In unserem Workshop haben wir einige Ideen gesammelt, wie wir die Berliner Clubs nachhaltig verbessern können. Lest selbst, was dabei herausgekommen ist:

Energie & Technik: Clubs sind energetisch relevant: daher sollte RECS-freier (Renewable Energy Certificate System) Strom bezogen werden, da diese Zertifikate den Verbraucher täuschen. Transparenz ist das Schlüsselwort: woher kommt der Strom und liebe Clubbetreiber, zeigt es nach außen, wenn ihr mit Ökostrom arbeitet! Die Politik kann die Bemühungen zu energieeffizienter Technik durch finanzielle Unterstützung fördern – kompetente Energieberater zeigen kleine Maßnahmen mit großer Wirkungen für den Klimaschutz.

Klimaschnack: wie stärkt man das Umweltbewusstsein in Clubszene und Politik und wie kommuniziert man Klimaschutz wirkungsvoll? Eine große Chance ist die Gemeinschaft – Teil einer „guten Bewegung“ zu sein, die selber eine Energiequelle im übertragenen Sinn ist. Außerdem können berühmte Persönlichkeiten als Fürsprecher und Schirmherren für den Klimaschutz Menschen bewegen. Ein Clubmob-Testimonial, warum nicht?

Abfallvermeidung: Im Vorfeld kann jede Menge Müll vermieden werden, indem man über alternative Promotionskanäle nachdenkt, z.B. LED Bildschirme statt Flyer. Teilen statt Besitzen – technisches Equipment kann heute jederzeit über Tauschplattformen bezogen werden und staubt so nicht zwischen den Veranstaltungen in einem Keller vor sich hin. Thema Gläser – was ist eigentlich der Sinn von Plastik-Shotgläsern und was ist der Unsinn von Strohhalmen?

Nachhaltiger Konsum: Schon mal darüber nachgedacht, die Biermarke zu wechseln? Blindverkostungen zeigen, dass man sein Lieblingsgetränk oft gar nicht von anderen unterscheiden kann und die nachhaltigere Variante genauso gut wenn nicht sogar besser schmeckt. Im Club Utopia verdrängen also kleine transparente Marken von lokalen Anbietern große Getränkekonzerne, die den Clubbetreibern ihre Bedingungen (und leider auch stromfressende Kühlschränke aufdrängen). Schöne Vorstellung, nicht?

Was erwartet Euch in Zukunft?
Natürlich unterstützen wir Berliner Clubs auch weiterhin mit unserer Energieberatung und machen sie mit unseren Parties für eine energieeffiziente Zukunft fit.
Workshops zum Thema „Nachhaltigkeit in Clubs“ werden folgen. Denn:Feiern unbedingt, aber mit Köpfchen! So zum Beispiel am 10. Oktober im Rahmen der „Berlin spart Energie“-Aktionswoche. Hierfür lassen wir uns mit unseren Kooperationspartnern clubliebe e.V. und der clubcommission Berlin e.V. etwas ganz Besonderes einfallen – aber wir wollen noch nicht zu viel verraten… Merkt euch diesen Termin schon jetzt mal vor!

Und natürlich suchen wir weiter Clubs für den nächsten Clubmob. Erste Gespräche laufen bereits. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Post a Comment

Your email is never shared. Required fields are marked *

*
*