CLUB

1. Clubmob

2. Clubmob

3. Clubmob


3. Clubmob



CLUBMOB.BERLIN im Fuchs und Elster – Bilanz drei.

Einige Wochen sind seit dem dritten Clubmob im Fuchs und Elster ins Land gegangen und jetzt geht’s ans Eingemachte: Ist eine grüne Welt tanzbar?

Zunächst einmal waren wir überwältigt, dass 450 Feierwütige an diesem Samstag Abend im November den Club nicht nur gerockt haben, sondern auch 1.000 € ermobbt haben. Klingt nicht viel? 250 Gäste finden normalerweise im Club Platz und der Tausi entspricht 100 % des Abendgewinns.

Aber was ist denn nun mit dem Geld passiert? Geduld, junger Padawan, dazu kommen wir jetzt:

[Maßnahme: Bezug von korrektem Ökostrom] Der Strom kommt immer noch aus der Steckdose. Aber in der Bar, dem Club und den Büroräumen des Fuchs und Elster jetzt von Naturstrom, einem echten Ökostromanbieter. Gekostet hat das den Club nur ein wenig Zeit. Wenn man bedenkt, dass die Stromkosten mit dem neuen Anbieter sogar unter den alten liegen, kann man die investierte Zeit gerne auch wieder von der Liste streichen. Grüne Kasse immer noch voll.
Was sagt unser Umweltingenieur Nicolas dazu?
„Das Fuchs und Elster erspart durch den Wechsel zu Ökostrom der Umwelt etwa 20 Tonnen CO2 pro Jahr. Das ist ein tolles Ergebnis!“

[Maßnahme: Heizkörperregulierung] Wat ham wa jeschwitzt da drinne. Aber Körperwärme allein reicht leider nicht. Deshalb können die Heizkörper jetzt über eine zentrale Steuerungseinheit geregelt werden und wird Wärmeregelung besser an die Außentemperatur angepasst. Reflektierende Fensterfolie und eine verbesserte Türdichtung sorgen dafür, dass sich die Wärme nicht heimlich rausschleicht.

[Maßnahme: Bezug von energieeffizienten Kühlgeräten] Eine energieeffiziente Gefriertruhe kühlt ab jetzt die Eiswürfel für euren Gin-Tonic runter. Der Kaffee sprudelt aus einer optimierten Kaffeemaschine, die auch mal abschaltet. Fein. Goodbye stand by!

[Maßnahme: Leuchtmittelersatz durch Energiesparlampen und LED-Technik] Dass LEDs sehr sparsam sind, wissen wir schon länger. Die lichtemittierenden Dioden mussten aber lange gegen das Vorurteil kämpfen, kaltes Licht auszustrahlen. Ein absoluter Stimmungskiller im Club, keine Frage. Umso mehr freut es uns, dass das Fuchs und Elster sich von LEDs hat überzeugen lassen, die den Club zu 100 % mit warmen Licht versorgen.

[Maßnahme: Wassereinsparungen] Ab Februar könnt ihr nach eurem Business die Stopptaste drücken und den Wasserverwirblern zuschauen, wie sie aus wenig Wasser viel machen.
Was sagt Matthias Krümmel vom Berliner Energiecheck dazu?
„Wir freuen uns, dass neben einer energetischen Optimierung einzelner Geräte auch an die Reduzierung der wichtigen Ressource Wasser gedacht wird. Hier werden Beispiele gegeben, die die Besucher zuhause ohne Mühe nachmachen können: eine Reduzierung am Wasserhahn um bis zu 60% ist mit einfacher Technik preiswert zu haben.“

Die investierten 1.000 € bewirken also eine Ersparnis von rund 5.000 kWh pro Jahr. Zudem hat das Fuchs und Elster durch die Energieberatung einen Fahrplan mit Maßnahmen, die sie in Zukunft umsetzen können.

Und jetzt? Die Weltretterflügelchen auf dem Schrank verstauben lassen, weil der Clubmob im Fuchs und Elster die Eisbären von ihrer schmelzenden Scholle auch nicht herunterholt? Wir finden: auf keinen Fall! Erste Schritte hat der Club getan. Weitere kann das Fuchs und Elster jederzeit gehen, denn die empfohlenen Maßnahmen sind von CLUBMOB.BERLIN völlig unabhängig. Auch die Clubbesucher nehmen ein kleines Stück Bewusstsein mit nach Hause: sei es eine kleine aber wirkungsvolle Maßnahme wie LED-Leuchten, sei es in dem Wissen, dass man beim Feiern sein Gewissen nicht an der Garderobe abgeben muss.
Deshalb: machen wir weiter.
Initiative CLUBMOB.BERLIN sucht Club für Clubmob 4.

Euer CLUBMOB.BERLIN – Team


1. Clubmob



CLUBMOB.BERLIN im SO36 – Bilanz eins.

Ein Club. Ein Clubmob. 300 Feiernde. 2.110 € Gewinn. Das sind die bekannten Größen, die wir bereits (auch ein bisschen stolz) durch unterschiedlichste Kanäle gestreut haben. Wir haben bereits von Treffen zwischen uns, den ClubbetreiberInnen des SO36 und den Energiesparberatern des Berliner Energiechecks berichtet. Nun die wohl berechtigtsten Fragen überhaupt: Hat’s was gebracht? Und: Reichen 2.110 € aus, um einen Club energieeffizient zu machen? Unsere Antworten: Ja, unbedingt und nein, natürlich nicht.

Das SO36 wurde durch diese (großartige!) Nacht nicht zum grünen Club und wir erklären gern warum: Die Initiative CLUBMOB.BERLIN leistet vor allem eines: eine sichere Starthilfe. Die Clubs bekommen von uns eine kostenfreie Energieberatung, in der unsere Energieberater den ClubbetreiberInnen durch mehrere Vor-Ort-Begehungen und Beratungsgespräche (Energy-Talks) konkrete Einsparmöglichkeiten aufzeigen. Durch den Clubmob wird Geld bereitgestellt, das anschließend in die Verbesserung der Energiebilanz des Clubs reinvestiert wird. Wir stehen dem Club bis zur Umsetzung der ausgewählten (und realisierbaren) Maßnahmen beratend zur Seite.

Energie- und damit auch Kosteneinsparpotentiale lassen sich in Clubs in verschiedenen Bereichen finden (Energie, Kühlung, Licht- und Tontechnik, Wasser u.v.m.). Dabei gibt es selbstredend kostenintensivere und weniger kostenintensive Maßnahmen. Erstere erfordern einen enormen Finanzierungs-
aufwand, den die wenigsten Clubs stemmen können  – auch nicht mit der Unterstützung eines durchtanzten Clubmobabend.

Wir haben uns daher dazu entschlossen, uns auf alle Energieeffizienz-
maßnahmen zu konzentrieren, die sich relativ schnell, mit geringem Arbeits- und Kostenaufwand realisieren lassen und dennoch eine starke (Signal-)Wirkung haben. So werden nicht nur ClubmitarbeiterInnen auf die Vorteile energieeffizienter Beleuchtungs- und Kühltechnik aufmerksam, sondern auch Feiernde und externe Dienstleister. Das klingt erst einmal nach Peanuts? Keineswegs! Im Rahmen der Clubmob-Energieeffizienzmaßnahmen sind die langfristigen Einsparpotentiale immens.

Um es nun auch konkret zu machen, haben wir Euch eine erste Maßnahmenliste zusammengestellt:

„Tschüss Vattenfall!“

[Maßnahme: Bezug von korrektem Ökostrom] Wir freuen uns neben den vielen anderen Maßnahmen, die durch den Mobeinsatz im SO36 ermöglicht werden, vor allem über diese Nachricht: Das SO36 ist zum Ökostromanbieter Naturstrom gewechselt und hat das Vertragsverhältnis mit Vattenfall beendet! Vertragsfristen und Wechselmodi wurden mit dem Alt- und Neuanbieter geklärt. Das SO36 spart damit jährlich rund 50 Tonnen CO2 ein!
Hier entlang zur Pressemitteilung von Naturstrom.

„Zweimal A+++, bitte!“

[Maßnahme: Bezug von energieeffizienten Kühlgeräten] Demnächst im Kühlteam des SO36: eine neue A+++ Kühltruhe und eine A+++ Verkaufstruhe im Tresenbereich. Auch wenn wir natürlich grundsätzlich für die Wiederverwendung alter aber noch brauchbarer Gerätschaften einstehen, haben wir uns in diesem Fall für den Neukauf und die Entsorgung der alten Kühltruhe des SO36 entschieden. Sie hat ihre besten Zeiten hinter sich und ist auch für eine Weiternutzung kaum mehr geeignet. Die Newbies haben ihren Dienst bereits angetreten und können ab sofort im SO36 bestaunt werden.

„LED there be light!“

[Maßnahme: Leuchtmittelersatz durch Energiesparlampen und LED-Technik] Gerade im Veranstaltungsbereich spielt die Lichtgestaltung eine übergeordnete Rolle, trifft gleichzeitig aber auch die Energiebilanz mit voller Wucht. Durch den Einsatz von LED-Technik können Einsparungen von bis zu 80 % erzielt werden. Auch Energiesparlampen bieten eine gute und weniger kostenintensive Alternative.

Die Außenwerbung des SO36 wird nun vollends zum Aushängeschild für das angestrebte Effizienzparadies im Innern des Clubs. Die 14 verbleibenden Halogenleuchten werden komplett durch LED-Technik ersetzt. Einmal durch die Tür befindet man sich im Eingangsbereich, an den sich direkt der mit Bullaugen beleuchtete Vorraum anschließt (Wer schon öfter im SO36 war, kennt den langen Gang zum eigentlichen Ort des Vergnügens.). Hier wird es demnächst nur noch aus Energiesparlampen und Leuchtmitteln mit „elektronisch geregelten Vorschaltgeräten“ funzeln.

Zu guter Letzt, am Ende des Gangs, bevor sich die Tür zur Bar öffnet: der Ort der Entspannung und gleichzeitig das neue Zuhause verschiedenster  Energiesparlampen und LED-Leuchtmittel mit wesentlich geringerem Energiehunger.

„Wasser marsch!“ (not).

[Maßnahme: Wassereinsparungen] Wir bleiben im Örtchen und halten fest, dass wassersparende Perlatoren in den Zapfhähnen ein sagenhaftes Einsparpotential von 75 % bringen! Über Wasserspararmaturen und wasserlose Urinale wurde ebenfalls gesprochen. Nach Abzug aller Kosten für Neuanschaffungen in den Bereichen Licht, Kühlung und Energie stehen dem SO36  hierfür noch knapp 300 € zur Verfügung. Gemeinsam mit der Energieberatung soll schon bald eine Lösung gefunden werden.

Das SO36 hat sich weiterhin dazu entschlossen, ein „Energieeffizienzkonzept“ zu entwickeln, welches vor allem langfristige, bislang noch nicht realisierbare Maßnahmen beinhaltet, die sukzessive umgesetzt werden sollen.

Euer CLUBMOB.BERLIN – Team

2. Clubmob


CLUBMOB.BERLIN im M.I.K.Z. – Bilanz zwei.

Clubmob zwei. M.I.K.Z. 600 Tanzbeine. 60 davon allein bei der Clubmob Infoveranstaltung. 1.000 € Gewinn vom Tresen. So die Zwischenbilanz. Lasst uns mal das Check-Heft erneut aufschlagen. Im SO36 las sich das ja schon hervorragend. Aber wie schaut denn nun die zweite Bilanz aus, in welche Bereiche schlägt die M.I.K.Z.-Bilanz aus, welche Ressourcen wurden genutzt und wo liegt eigentlich der Fokus?

Auch das Multifunktionale Internationale Kulturzentrum kurz M.I.K.Z. wurde durch unsere phatte Befeierungsstarthilfe nicht von jetzt auf gleich zum dunkelgrünen Club. Warum das so ist, haben wir, CLUBMOB.BERLIN, im Kontext mit dem SO36 ja bereits geschildert. Welche Energie- und Kosteneinsparpotentiale aber ließen sich denn finden? Unser Ökobilanzierer Nicolas Fouquet hat sich das einmal genauer angeschaut.

Wir leuchten das anhand eines schönen Beispiels aus:

Im Sektor Beleuchtung hat das M.I.K.Z. Energieeffizienz-Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Die eingesetzten finanziellen Mittel beliefen sich auf 300 Euro. Das bedeutet eine, jeweils zu erwartende, Ersparnis von 1248,00 kwh und von 262,00 Euro in der Jahresbilanz. Dadurch spart das M.I.K.Z. nach zwölf Monaten unter dem Himmel über Berlin etwa 748 kg CO2 ein. Ganz nebenbei bemerkt, die eingesetzten Mittel amortisieren sich bereits nach etwa einem Jahr.

Weitere behobene Baustellen betreffen den Ersatz vier veralteter Kühlschränke mit schlechter Energieeffizienz hinter dem Tresen, die Installation einer Verschlussklappe für einen Außenventilator, Gummiabdichtungen für die Außentüren und durchlässiges Mauerwerk und den Einsatz diebstahlsicherer Perlatoren im WC-Bereich zur spürbaren und wertvollen Wasserersparnis.

CLUBMOB.BERLIN und das Clubteam bedanken sich bei Euch für´s klimabewusste Feiern.